Artist in Residence der Young Stage Academy
Gewinnerin von „Future Sounds“ 2024
„Wie geht es anders?“ – Diese Frage stellt sich die Singer-Songwriterin Emily Otto jedes Mal, wenn sie Musik schreibt. Herkömmlich ist nämlich nicht drin bei ihr. Es muss besonders sein. Und frei. Freiheit ist das Fundament ihres Songwritings, das sie zuletzt überregional bekannt machte – als Artist in Residence im Popkultur-Förderprogramm der Stadt Leverkusen und Gesicht der neuen Popmusikförderung der Stadt.
2024 gewann Emily Otto im Duett mit ihrem Bruder Dylan den internationalen „Future Sounds“-Nachwuchspreis der Leverkusener Jazztage – ein weiterer Meilenstein auf dem Weg dieser außergewöhnlichen Künstlerin.
Und bei den Leverkusener Jazztage 2025 feierte sie dann gleich zwei bejubelte Auftritte – einen im Forum, einen im Erholungshaus der Bayer-Kultur – mit einer 11-köpfigen Band inklusive Background-Chor und Bläser-Section. Zur gegebenen Otto’schen Intensität kam also eine Extra-Portion musikalischer Wucht hinzu.
Der große Abend im Forum vor fast 2000 Zuschauer*innen wurde dabei vom WDR aufgezeichnet und ist aktuell in der Arte-Mediathek zu sehen. Es ist ein Konzert, das in der Club-Atmosphäre des Scala Leverkusen nun noch direkter und intimer zu werden verspricht – näher dran als bei den großen Shows im Vorjahr.
Emily Otto schreibt Songs, die souverän einen Bogen schlagen von Jazz über Funk und Soul bis hin zum Pop. Und weil sie sich zudem auf zahlreiche musikalische Vorbilder beruft, ist ihr Sound entsprechend eine wahre Genre-Collage: Neo-Soul, Funk-Pop, Indie-Folk – facettenreicher geht es kaum. Diese Musik umarmt alles. Im Zentrum ihrer kraftvollen Live-Auftritte steht dabei, wie sie selbst sagt, „das älteste Instrument der Welt: die Stimme“. Emilys Credo: „Ich möchte alles zulassen.“ Und doch greifbar bleiben, denn: „Die beste Melodie bleibt immer die, die man zusammen singt.“
In Opladen wird sie all das einmal mehr auf die Bühne des Scala bringen. Wieder gibt ihr die 11-köpfige Band dabei volle Rückendeckung. Und vielleicht bekommen die Besucher*innen dann sogar ein paar neue Stücke zu hören, denn: Emily Otto arbeitet gerade an ihrem neuen Album, das im Herbst erscheinen soll und das ihr um die Jahreswende bei einer kleinen Auszeit im Norden eher spontan „passierte“: „Ich hatte vor, nur ein paar Songs zu schreiben – und habe aus Versehen ein ganzes Album geschrieben.“
© Emily Otto © Frank Weiffen